5 Tage von Marrakesch nach Fès: die Route im Überblick
Die Strecke zwischen Marrakesch und Fès über die Sahara misst insgesamt deutlich über 1.000 Kilometer. Auf vier Tage verteilt bedeutet das mindestens einen langen Fahrtag von rund 8 Stunden zwischen Merzouga und Fès. Die 5-Tage-Variante entzerrt genau diese Etappe: Ein zusätzlicher Tag bleibt in der Wüste, und die Rückfahrt in den Norden wird in Midelt im Mittleren Atlas unterbrochen.
| Tag | Route | Highlights | Übernachtung |
|---|---|---|---|
| 1 | Marrakesch – Tizi n'Tichka – Aït Benhaddou – Dadès-Tal | Hoher Atlas, UNESCO-Ksar, Ouarzazate, Rosental | Gästehaus im Dadès-Tal |
| 2 | Dadès-Tal – Todra-Schlucht – Erfoud – Merzouga | Felsformationen im Dadès, Todra-Schlucht, Kamelritt zum Sonnenuntergang | Wüstencamp im Erg Chebbi |
| 3 | Rund um Merzouga | Sonnenaufgang, 4x4-Ausflug zu Nomaden, Gnawa-Musik in Khamlia | Kasbah-Hotel mit Pool am Wüstenrand |
| 4 | Merzouga – Rissani – Ziz-Tal – Midelt | Palmenoase im Ziz-Tal, Tizi n'Talghoumt-Pass | Hotel in Midelt |
| 5 | Midelt – Azrou – Ifrane – Fès | Zedernwälder mit Berberaffen, „Schweiz Marokkos“ | Tourende in Fès |
Die Abholung in Marrakesch erfolgt morgens gegen 8 Uhr, die Ankunft in Fès meist am frühen Nachmittag. So bleibt am letzten Tag noch Zeit für einen ersten Spaziergang durch die Medina Fès el-Bali, die ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehört.
Für wen lohnt sich die Wüstentour von Marrakesch nach Fès in 5 Tagen?
Die Route verbindet zwei Königsstädte, die die meisten Marokko-Reisenden ohnehin sehen möchten, und legt die Sahara genau dazwischen. Sie passt besonders gut, wenn Sie in Marrakesch landen und von Fès aus zurückfliegen oder weiter in den Norden nach Chefchaouen reisen.
- Paare und Hochzeitsreisende: Der freie Nachmittag am Pool in Merzouga und der kurze Fahrtag nach Midelt geben der Reise einen ruhigen Rhythmus.
- Familien mit Kindern: Keine Etappe dauert länger als etwa 5 Stunden reine Fahrzeit, unterwegs gibt es regelmäßige Stopps.
- Fotografen: Zwei Sonnenuntergänge und ein Sonnenaufgang in der Wüstenregion, dazu Zeit für gutes Licht in der Todra-Schlucht.
- Ältere Reisende: Weniger Stunden im Auto pro Tag bedeuten mehr Energie für die Besichtigungen.
4 oder 5 Tage – was ist besser?
Wer wenig Zeit hat, kann die 4 Tage Wüstentour von Marrakesch nach Fès wählen; dann folgt auf die Wüstennacht direkt der lange Fahrtag nach Fès. Die 5-Tage-Tour kostet einen Urlaubstag mehr, schenkt dafür aber einen kompletten Tag in der Sahara und eine entspannte Rückfahrt. Wer lieber zurück nach Marrakesch möchte, findet passende Varianten unter private Touren ab Marrakesch.
Die Wüstennacht in Merzouga: Camp, Kamelritt und Nomadenbesuch
Am zweiten Nachmittag erreichen Sie den Rand des Erg Chebbi, dessen Dünen bis zu etwa 150 Meter hoch aufragen. Mit leichtem Tagesgepäck geht es auf dem Dromedar in die Dünen, mit einem Halt zum Sonnenuntergang. Der Kamelritt zum Camp hängt von der Verfügbarkeit der Kamele an diesem Tag ab. Gibt es keine, fahren Sie mit dem Geländewagen ins Camp, halten für den Sonnenuntergang auf den Dünen und reiten am nächsten Morgen auf dem Rückweg.
Im Camp schlafen Sie in einem privaten Zelt, normalerweise für zwei Personen, mit eigenem Bad und WC. Je nach gebuchter Kategorie (Komfort oder Luxus) unterscheidet sich die Ausstattung; außerdem steht ein Partnercamp mit klimatisierten Zelten zur Verfügung, das vor allem im Sommer angenehm ist. Mehr Details finden Sie auf der Seite Nacht im Wüstencamp von Merzouga.
Der dritte Tag ist das Herzstück der Tour: Nach dem Sonnenaufgang fahren Sie mit dem 4x4 durch die Steinwüste (Hammada) zu Nomadenfamilien, besuchen das Dorf Khamlia mit seiner Gnawa-Musik und verbringen den Nachmittag im Hotel am Wüstenrand. Wer Action sucht, kann Quad oder Sandboarding ergänzen, siehe Wüstenaktivitäten in Merzouga.
Was ist inklusive – und was nicht?
Laut Tourbeschreibung umfasst die private Wüstentour:
- Abholung an Ihrer Unterkunft in Marrakesch und Absetzen in Fès (Riad oder Flughafen Fès-Saïss)
- privates, klimatisiertes Fahrzeug mit Fahrer-Guide, Treibstoff und Maut
- 4 Übernachtungen: Dadès-Tal, Wüstencamp, Hotel in Merzouga, Midelt
- 4 Frühstücke und 4 Abendessen
- Kamelritt in die Dünen und den 4x4-Ausflug zu den Nomaden am dritten Tag
Nicht enthalten sind Mittagessen, Getränke, Eintritte (etwa für einen lokalen Führer in Aït Benhaddou oder die Filmstudios in Ouarzazate), Trinkgelder sowie die Hotels in Marrakesch vor und in Fès nach der Tour. Internationale Flüge sind grundsätzlich nicht Teil unserer Pakete.
Die Tour lässt sich in einer Komfort- oder Luxuskategorie buchen. Das Upgrade betrifft das Dadès-Tal und das Wüstencamp; in Merzouga selbst gibt es keine Luxushotels, sondern gepflegte, komfortable Häuser. Unsere Fahrer-Guides sprechen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch, einige auch etwas Deutsch – fragen Sie bei der Buchung nach.
Beste Reisezeit und Packtipps für 5 Tage Marokko
Auf dieser Route durchqueren Sie mehrere Klimazonen: Marrakesch, den Hohen Atlas auf über 2.000 Metern, die Sahara und die kühlen Zedernwälder bei Azrou und Ifrane.
- Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November): die angenehmste Zeit, warme Tage und kühle Nächte.
- Sommer: in der Wüste tagsüber oft über 40 °C, im Atlas und in Midelt deutlich frischer.
- Winter: sonnig, aber Schnee am Tizi n'Tichka und in Ifrane ist möglich; Wüstennächte nahe dem Gefrierpunkt.
Packen Sie im Zwiebelprinzip: leichte Kleidung, ein warmer Pullover, eine Windjacke, feste Schuhe für die Todra-Schlucht, Sonnenbrille, ein Tuch gegen Sand und eine Stirnlampe. Bargeld in Dirham (MAD) ist unterwegs wichtig, denn der Dirham ist eine geschlossene Währung und nur in Marokko erhältlich; Geldautomaten finden Sie in Ouarzazate, Tinghir, Erfoud und Midelt. Einen Monatsüberblick bietet unser Ratgeber zur besten Reisezeit für Marokko.