Von Marrakesch nach Fès über die Wüste: der Reiseverlauf
| Tag | Route | Highlights | Übernachtung |
|---|---|---|---|
| 1 | Marrakesch – Tizi n'Tichka – Aït Benhaddou – Ouarzazate – Dadès-Tal | Hoher Atlas, UNESCO-Ksar, Rosental | Guesthouse im Dadès-Tal |
| 2 | Dadès – Todra-Schlucht – Erfoud – Merzouga | „Affen-Finger“, Schluchtspaziergang, Kamelritt zum Sonnenuntergang | Wüstencamp im Erg Chebbi |
| 3 | Erg Chebbi | Sonnenaufgang, 4x4 zu Nomaden, Gnawa-Musik in Khamlia, Pool | Kasbah-Hotel in Merzouga |
| 4 | Merzouga – Rissani – Ziz-Tal – Midelt – Azrou – Ifrane – Fès | Palmenschlucht, Zedernwald mit Berberaffen, „Schweiz Marokkos“ | – (Ende in Fès) |
Die Route verbindet die beiden großen Königsstädte nicht über die Autobahn, sondern quer durch den Süden. Der dritte Tag ohne lange Fahrt ist der große Vorteil gegenüber einer 3-Tage-Variante: Sie kommen in der Wüste an, bleiben und reisen ausgeruht weiter.
Unterwegs liegen gleich mehrere bekannte Orte: der Ksar von Aït Benhaddou, seit 1987 UNESCO-Welterbe, die Filmstadt Ouarzazate, das Rosental um Kelaat M'Gouna, die Oasenstadt Tinghir am Eingang der Todra-Schlucht und Rissani, das historische Tor zum Tafilalet. Im privaten Fahrzeug entscheiden Sie selbst, wo Sie länger bleiben.
3 oder 4 Tage: welche Wüstentour von Marrakesch nach Fès passt?
Die Strecke von Marrakesch über Merzouga nach Fès ist rund 1.000 km lang. In drei Tagen ist das machbar, aber dicht gedrängt: Ankunft in der Wüste am Abend, Kamelritt, Nacht im Camp und am nächsten Morgen sofort rund 470 km weiter nach Fès.
- 3 Tage passen für Reisende mit wenig Zeit oder für Alleinreisende, die eine geteilte Abfahrt suchen. Dafür gibt es die Gruppen-Wüstentour von Marrakesch nach Fès.
- 4 Tage privat sind ideal für Paare, Familien und kleine Gruppen, die die Sahara wirklich erleben und das Tempo selbst bestimmen wollen.
- 5 Tage und mehr lohnen sich für alle, die unterwegs noch ruhiger reisen möchten, etwa mit der 5 Tage Wüstentour von Marrakesch nach Fès.
Muss die Reise wieder in Marrakesch enden, ist die 3 Tage Wüstentour von Marrakesch nach Merzouga und zurück die passende Wahl.
Der Wüstentag in Merzouga: Camp, Nomaden und Khamlia
Am zweiten Abend reiten Sie etwa 1 bis 1,5 Stunden mit dem Kamel in die Dünen des Erg Chebbi, halten zum Sonnenuntergang auf einem Dünenkamm und erreichen das Camp. Unser Komfortcamp hat private Zelte, normalerweise für zwei Personen, jeweils mit eigenem Bad und WC; zusätzlich nutzen wir ein Partnercamp mit klimatisierten Zelten. Der Kamelritt hängt von der Verfügbarkeit der Kamele an diesem Tag ab; ist keiner möglich, fahren Sie mit dem Geländewagen und Sonnenuntergangsstopp ins Camp und reiten am Morgen zurück.
Der dritte Tag beginnt mit dem Sonnenaufgang über den Dünen. Danach geht es mit dem Geländewagen in die steinige Hammada zu einer Nomadenfamilie, wo Sie Minztee trinken und vom Leben am Wüstenrand hören; Ihr Fahrer-Guide übersetzt. Im Dorf Khamlia erleben Sie Gnawa-Musik, deren Wurzeln in Afrika südlich der Sahara liegen. Den Nachmittag verbringen Sie am Pool eines Kasbah-Hotels mit Blick auf die Dünen.
Freie Zeit lässt sich mit Quad, Buggy oder Sandboarding füllen; Ideen finden Sie unter Wüstenaktivitäten in Merzouga.
Fahrzeiten, Leistungen und Unterkünfte
- Tag 1: etwa 6 bis 7 Stunden mit Pass, Aït Benhaddou und Mittagspause.
- Tag 2: etwa 5 bis 6 Stunden inklusive Todra-Schlucht.
- Tag 3: nur kurze Strecken im Geländewagen.
- Tag 4: rund 470 km und 7 bis 8 Stunden mit Stopps im Ziz-Tal, in Midelt, bei den Berberaffen und in Ifrane.
Enthalten: Abholung in Marrakesch, Absetzen in Fès, privates klimatisiertes Fahrzeug mit Fahrer-Guide inklusive Treibstoff und Maut, 3 Nächte, 3 Frühstück und 3 Abendessen, Kamelritt und 4x4-Ausflug. Nicht enthalten: Unterkünfte in Marrakesch und Fès, Mittagessen, Getränke, Eintritte wie die Filmstudios in Ouarzazate, Trinkgelder.
Wählbar sind Komfort- und Luxuskategorie. Das Upgrade betrifft das Dadès-Tal und das Wüstencamp; in Merzouga selbst gibt es keine Luxushotels, sondern gepflegte, komfortable Häuser, daher ist die Hotelnacht dort in beiden Kategorien gleich.
Reisezeit, Gepäck und praktische Tipps
- Frühling und Herbst: ideale Bedingungen für Atlas, Schluchten und Wüste.
- Sommer: In Merzouga oft über 40 °C; dann sind der Pool am dritten Tag und ein klimatisiertes Zelt besonders angenehm.
- Winter: sonnige Tage, aber frostige Nächte; am Tichka-Pass und um Ifrane kann Schnee liegen.
Packen Sie in Schichten, nehmen Sie eine warme Jacke, Badesachen und einen kleinen Rucksack für die Nacht im Camp mit. Der Dirham (MAD) ist eine geschlossene Währung; Bargeld brauchen Sie für Mittagessen, Getränke und Trinkgelder. Unsere Fahrer-Guides sprechen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch, einige etwas Deutsch – fragen Sie bei der Buchung danach. Wer nach der Tour Fès erkunden möchte, findet Tipps im Ratgeber Fès und Meknès.