Ablauf der 2-Tage-Wüstentour von Marrakesch nach Zagora
| Tag | Route | Highlights | Übernachtung |
|---|---|---|---|
| 1 | Marrakesch – Tizi n'Tichka – Aït Benhaddou – Ouarzazate – Draa-Tal – Zagora | Hoher Atlas, UNESCO-Ksar, Palmenoase, Kamelritt zum Sonnenuntergang | Wüstencamp bei Zagora |
| 2 | Zagora – Draa-Tal – Ouarzazate – Marrakesch | Sonnenaufgang, Frühstück im Camp, Rückfahrt über den Atlas | – (Ankunft ca. 18 Uhr) |
Abfahrt ist gegen 7:30 Uhr. Über Serpentinen geht es hinauf zum Tizi n'Tichka auf rund 2.260 m, dem bekanntesten Pass im Hohen Atlas. Mittags erreichen Sie Aït Benhaddou, einen befestigten Lehmksar, der durch Filme wie „Gladiator“ berühmt wurde. Danach folgt die Strecke über Ouarzazate und den Pass Tizi n'Tinififft ins Draa-Tal, eine der längsten Palmenoasen Marokkos.
Am späten Nachmittag beginnt bei Zagora der Kamelritt von etwa einer Stunde zum Camp, wo Abendessen und Musik am Lagerfeuer warten. Am nächsten Morgen lohnt sich der Sonnenaufgang, bevor Sie auf derselben Route nach Marrakesch zurückfahren.
Aït Benhaddou, Ouarzazate und Draa-Tal: was Sie unterwegs sehen
Auch wenn die Wüste das Ziel ist, machen die Stationen unterwegs einen großen Teil des Erlebnisses aus:
- Tizi n'Tichka: Die Passstraße windet sich durch Berberdörfer mit Terrassenfeldern. Am Scheitelpunkt auf rund 2.260 m gibt es einen kurzen Halt mit Blick über den Hohen Atlas.
- Aït Benhaddou: Der Ksar aus Stampflehm liegt an einer alten Karawanenroute zwischen Sahara und Marrakesch und gehört seit 1987 zum UNESCO-Welterbe. Ein Spaziergang bis zum Speicher auf dem Hügel dauert etwa eine Stunde und belohnt mit einem weiten Blick über das Ounila-Tal.
- Ouarzazate: Die Stadt ist bekannt für ihre Filmstudios und die Kasbah Taourirt; auf dieser kurzen Tour gibt es meist einen Fotostopp.
- Draa-Tal: Hinter dem Pass Tizi n'Tinififft beginnt eine lange Palmenoase mit Lehmdörfern, Kasbahs und Dattelhainen – besonders schön im Nachmittagslicht.
- Zagora: Das Städtchen am Rand der Wüste ist berühmt für das alte Schild „Tombouctou 52 jours“, das an die Karawanenzeit erinnert.
Im privaten Fahrzeug bestimmen Sie, wie lange Sie an jedem Halt bleiben möchten.
Wüstentour Marrakesch: Zagora in 2 Tagen oder Merzouga in 3 Tagen?
Das ist die wichtigste Entscheidung bei einer Wüstentour ab Marrakesch. Ein ehrlicher Vergleich:
| Kriterium | Zagora (2 Tage) | Merzouga / Erg Chebbi (ab 3 Tage) |
|---|---|---|
| Entfernung ab Marrakesch | rund 360 km | rund 550 km |
| Dünen | kleinere Dünen, steinige Wüste | hohe, orangefarbene Sanddünen |
| Unterwegs | Aït Benhaddou, Draa-Tal | Aït Benhaddou, Dadès-Tal, Todra-Schlucht |
| Ideal für | Kurztrip, wenig Zeit | das klassische Sahara-Erlebnis |
Wer das Bild riesiger Sanddünen im Kopf hat, sollte einen Tag mehr investieren und die 3 Tage Wüstentour von Marrakesch nach Merzouga wählen. Wer am Ende in Fès sein möchte, nimmt die 4 Tage Wüstentour von Marrakesch nach Fès. Wer nur zwei Tage hat und trotzdem die Wüste spüren will, ist mit Zagora gut beraten.
Für wen eignet sich der Kurztrip in die Wüste ab Marrakesch?
- Städtereisende mit einer Woche in Marrakesch, die einen Ausflug mit Übernachtung einbauen möchten.
- Erstbesucher, die Hoher Atlas, eine Kasbah und eine Nacht in der Wüste kombinieren wollen.
- Paare und Familien, die einen privaten Fahrer und eigene Fotostopps schätzen.
- Reisende im Winterhalbjahr, für die Zagora mit milden Tagen ein angenehmes Ziel ist, während der Atlas oft schneebedeckt ist – ein schöner Kontrast auf einer einzigen Tour.
Weniger geeignet ist die Tour für alle, die lange Autofahrten scheuen: Mit 6 bis 7 Stunden pro Strecke, inklusive Stopps, sind beide Tage gut gefüllt, und für Spaziergänge in Marrakesch bleibt an diesen Tagen keine Zeit. Eine kurze Alternative ohne Übernachtung ist ein Tagesausflug ins Atlasgebirge; Ideen finden Sie unter Atlasgebirge: Trekking und Tagesausflüge. Einen Überblick über alle Ausflüge bietet die Seite private Touren ab Marrakesch.
Leistungen, Reisezeit und praktische Tipps
Enthalten: Abholung und Rücktransport in Marrakesch, privates klimatisiertes Fahrzeug mit Fahrer-Guide, eine Nacht im Wüstencamp bei Zagora, Abendessen und Frühstück, Kamelritt sowie Stopps an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Nicht enthalten: Mittagessen, Getränke, der Eintritt in Aït Benhaddou und Trinkgelder.
Der Kamelritt hängt von der Verfügbarkeit der Kamele am jeweiligen Tag ab; Ihr Fahrer-Guide informiert Sie vor Ort über eventuelle Änderungen. Fragen zur Ausstattung des Camps beantworten wir gern vor der Buchung.
- Reisezeit: Oktober bis April ist ideal. Im Winter kann der Tichka-Pass verschneit sein, die Nächte in der Wüste sind kalt. Im Sommer wird es in Zagora sehr heiß.
- Gepäck: ein kleiner Rucksack mit warmer Jacke, langer Hose für den Ritt, Sonnenschutz und Powerbank.
- Geld: Bargeld in Dirham (MAD) für Mittagessen, Getränke und Eintritte; der Dirham ist eine geschlossene Währung.
- Sprache: Unsere Fahrer-Guides sprechen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch, einige etwas Deutsch – fragen Sie bei der Buchung danach.