Reiseverlauf: 6 Tage von Fès über die Sahara nach Marrakesch
Der große Unterschied zu kürzeren Varianten: Sowohl die Anfahrt in die Wüste als auch die Rückfahrt nach Marrakesch werden geteilt. Dadurch gibt es keinen einzigen Marathon-Fahrtag, und in der Mitte bleibt ein ganzer Tag im Erg Chebbi.
| Tag | Route | Highlights | Übernachtung |
|---|---|---|---|
| 1 | Fès – Ifrane – Azrou – Midelt | „Kleine Schweiz“ Ifrane, Berberaffen im Zedernwald | Hotel in Midelt |
| 2 | Midelt – Ziz-Tal – Erfoud – Merzouga | Tizi n'Talghamt-Pass, Palmenschlucht, Fossilienstadt Erfoud | Kasbah-Hotel mit Pool am Wüstenrand |
| 3 | Erg Chebbi | 4x4 zu Nomaden, Gnawa-Musik in Khamlia, Kamelritt zum Sonnenuntergang | Wüstencamp |
| 4 | Merzouga – Rissani – Todra – Dadès | Sonnenaufgang, Markt in Rissani, Todra-Schlucht | Kasbah-Hotel im Dadès-Tal |
| 5 | Dadès – Rosental – Skoura – Ouarzazate | Kelaat M'Gouna, Kasbah Amridil, Atlas-Filmstudios oder Kasbah Taourirt | Hotel in Ouarzazate |
| 6 | Ouarzazate – Aït Benhaddou – Tizi n'Tichka – Marrakesch | UNESCO-Ksar am Morgen, Hoher Atlas auf 2.260 m | Tourende in Marrakesch |
Der Start am ersten Morgen ist mit 9 Uhr bewusst entspannt, und die Ankunft in Marrakesch erfolgt am späten Nachmittag des sechsten Tages.
Sahara-Tour in Marokko: Wie viele Tage sind ideal ab Fès?
Ab Fès gibt es Wüstentouren zwischen zwei und sieben Tagen. Welche passt, hängt davon ab, wie viel Zeit Sie haben und wie gern Sie im Auto sitzen.
- 2 bis 3 Tage: Kompakt, aber mit langen Fahrtagen. Die 3 Tage Wüstentour von Fès nach Marrakesch ist ideal, wenn Sie nur die Wüste sehen und schnell weiter möchten.
- 5 Tage: Ein zusätzlicher Wüstentag und eine Nacht in Ouarzazate; siehe 5 Tage Wüstentour von Fès nach Marrakesch.
- 6 Tage: Zusätzlich die Übernachtung in Midelt, also die entspannteste Variante mit Fahrtagen, die selten über vier bis fünf Stunden hinausgehen.
- 7 Tage: Wer noch mehr Zeit hat, wählt die 7 Tage Marokko Rundreise von Fès nach Marrakesch.
Die 6-Tage-Variante eignet sich besonders für Familien mit Kindern, ältere Reisende, Fotografen und alle, die nach einem langen Flug lieber langsam ankommen. Auch für die Hitze im Sommer ist sie günstig, weil die Fahrten kürzer und besser auf die kühlen Tageszeiten verteilt werden können.
Wüstencamp, Kamelritt und Unterkunftskategorien
Nach einer Nacht im Hotel am Rand der Dünen beginnt der dritte Tag mit einer Geländewagenfahrt durch die Hammada zu einer Nomadenfamilie und nach Khamlia. Am Nachmittag reiten Sie etwa 1,5 Stunden auf dem Dromedar zum Camp. Der Kamelritt hängt allerdings von der Verfügbarkeit der Kamele am jeweiligen Tag ab: Gibt es keine, fahren Sie mit dem 4x4 ins Camp, halten zum Sonnenuntergang auf den Dünen und reiten am nächsten Morgen auf dem Rückweg.
Im Camp schlafen Sie in einem privaten Zelt, normalerweise für zwei Personen, mit eigenem Bad und WC. Zusätzlich gibt es ein Partnercamp mit klimatisierten Zelten.
Komfort oder Luxus?
Die Tour lässt sich in einer Komfort- oder Luxuskategorie buchen. Das Upgrade gilt im Dadès-Tal und im Wüstencamp. In Merzouga selbst gibt es keine Luxushotels, sondern saubere, gut geführte Komforthäuser, deshalb ist die Hotelnacht am Wüstenrand in beiden Kategorien gleich. Alles zur Nacht in den Dünen lesen Sie auf der Seite Nacht im Wüstencamp von Merzouga.
Was ist im Preis enthalten?
Laut Tourbeschreibung inklusive:
- Abholung in Fès und Absetzen an Ihrem Riad in Marrakesch
- 6 Tage privates, klimatisiertes Fahrzeug (4x4 oder Minivan) mit Fahrer-Guide
- 5 Übernachtungen: Midelt, Merzouga, Wüstencamp, Dadès-Tal, Ouarzazate
- Halbpension mit 5 Frühstücken und 5 Abendessen
- Kamelritt und 4x4-Ausflug im Erg Chebbi
Nicht enthalten sind internationale Flüge, Mittagessen, Getränke, Eintritte und lokale Führer (zum Beispiel in Aït Benhaddou oder in den Atlas-Filmstudios), Trinkgelder sowie die Unterkunft in Marrakesch nach der Tour.
Unsere Fahrer-Guides sprechen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch, einige auch etwas Deutsch. Ein spanisch- oder italienischsprachiger Fahrer hängt von der Verfügbarkeit ab und wird vor der Buchung bestätigt.
Praktische Tipps für die Rundreise ab Fès
- Kleidung: Im Mittleren Atlas und am Tizi n'Tichka ist es oft deutlich kühler als in Fès oder Marrakesch, in der Wüste nachts ebenfalls. Packen Sie im Zwiebelprinzip.
- Wüstengepäck: Ein kleiner Rucksack für die Nacht im Camp genügt, der Koffer bleibt im Fahrzeug.
- Geld: Der Dirham (MAD) ist eine geschlossene Währung. Geldautomaten gibt es in Midelt, Erfoud, Tinghir und Ouarzazate; nehmen Sie Bargeld für Mittagessen, Eintritte und Trinkgeld mit.
- Kleidung und Etikette: In Dörfern und bei Nomadenbesuchen sind bedeckte Schultern und Knie respektvoll. Fragen Sie, bevor Sie Menschen fotografieren.
- Netz: Mobilfunk funktioniert entlang der Hauptstraßen meist gut, in Schluchten und Dünen gibt es Lücken.
Mehr zur Planung finden Sie in unserem Ratgeber Beste Reisezeit für Marokko.