Von Tanger nach Chefchaouen: wie läuft die 2-Tage-Tour ab?
| Tag | Route | Highlights | Übernachtung |
|---|---|---|---|
| 1 | Tanger – (Tetouan) – Chefchaouen | Optional Medina von Tetouan (UNESCO), Rifgebirge, geführter Rundgang, Plaza Uta el-Hammam, Kasbah | Chefchaouen |
| 2 | Chefchaouen – (Volubilis, Meknès) – Fès | Morgenlicht in der blauen Medina, optional römische Ruinen und Bab Mansour | – (Ende in Fès) |
Die Strecke von Tanger nach Chefchaouen ist rund 115 km lang und dauert etwa 2 bis 2,5 Stunden. Mit einem Halt in Tetouan, etwa eine Stunde von Tanger entfernt, kommen Sie am frühen Nachmittag in der blauen Stadt an. Nach dem Check-in folgt ein geführter Spaziergang durch die Medina; der Abend gehört Ihnen.
Von Chefchaouen nach Fès sind es auf direktem Weg rund 4 Stunden. Wer den Umweg über Volubilis und Meknès wählt, sollte mit einem ganzen Reisetag rechnen und kommt am frühen Abend in Fès an. Dafür sehen Sie unterwegs zwei weitere Höhepunkte Nordmarokkos.
Für wen eignet sich die Tour Tanger–Fès über Chefchaouen?
- Fährreisende aus Spanien: Sie kommen in Tanger an und möchten ohne Mietwagen und ohne Busumstiege nach Fès weiterreisen.
- Reisende mit wenig Zeit: In zwei Tagen sehen Sie Chefchaouen mit Ruhe statt im Eiltempo eines Tagesausflugs.
- Fotografen: Die blauen Gassen sind am Abend und frühen Morgen am schönsten, wenn die Tagesbesucher fort sind.
- Startpunkt einer längeren Reise: Fès ist ein idealer Ausgangspunkt für die Sahara.
Wer nur einen Tag hat und nach Tanger zurückkehren möchte, wählt den Tagesausflug von Tanger nach Chefchaouen. Wer direkt weiter in die Wüste und nach Marrakesch möchte, findet mit der 4 Tage Tour von Tanger nach Marrakesch die passende Verlängerung. Einen Überblick gibt die Seite private Touren ab Tanger.
Tetouan, Volubilis und Meknès: lohnen sich die optionalen Stopps?
Tetouan wird oft übersehen, dabei ist die weiß getünchte Medina mit andalusischem Erbe UNESCO-Welterbe und deutlich weniger touristisch als Chefchaouen. Ein kurzer Rundgang passt gut in den ersten Tag.
Volubilis ist die bedeutendste römische Ausgrabungsstätte Marokkos und ebenfalls UNESCO-Welterbe. Säulen, Triumphbogen und Mosaike lassen sich in etwa einer Stunde besichtigen. Das nahe Meknès beeindruckt mit dem monumentalen Tor Bab Mansour aus der Zeit von Sultan Moulay Ismail.
Beide Abstecher sind optional: Eintritte und ein lokaler Guide vor Ort sind nicht im Preis enthalten. Wer am zweiten Tag lieber früh in Fès ankommen möchte, verzichtet darauf und hat mehr Zeit für einen ersten Spaziergang in der Medina. Mehr über die beiden Städte lesen Sie im Ratgeber Fès und Meknès: Marokkos Königsstädte.
Übernachtung in Chefchaouen: Tipps für Abend und Morgen
Die Nacht in der blauen Stadt ist der eigentliche Grund für diese Tour. Gegen Nachmittag verlassen die meisten Tagesgäste aus Tanger und Fès den Ort wieder, und die Gassen werden spürbar ruhiger. So nutzen Sie die Zeit am besten:
- Sonnenuntergang: Ein kurzer Aufstieg zur Spanischen Moschee oberhalb der Medina, etwa 30 Minuten zu Fuß, belohnt mit einem weiten Blick über die blauen Dächer und das Tal.
- Abendessen: Rund um die Plaza Uta el-Hammam und in den Gassen gibt es viele kleine Restaurants mit Dachterrasse. Probieren Sie Tajine mit Ziegenkäse aus dem Rif oder eine Bissara-Suppe.
- Früher Morgen: Zwischen Sonnenaufgang und etwa 9 Uhr sind die Gassen fast leer, das Licht ist weich, und die bekannten Fotomotive lassen sich ohne Menschenmengen aufnehmen.
- Einkaufen: Chefchaouen ist bekannt für Wolldecken, gewebte Stoffe und Ziegenkäse. Handeln ist üblich, bleibt aber hier meist entspannt.
Ihr Riad oder Hotel liegt in oder direkt neben der Medina, sodass Sie abends alles bequem zu Fuß erreichen. Mehr Hintergründe und Tipps finden Sie in unserem Chefchaouen Reiseführer.
Leistungen, Guide-Sprachen und praktische Tipps
Enthalten: Abholung in Tanger, Absetzen in Fès, privates klimatisiertes Fahrzeug mit Fahrer-Guide, eine Nacht in einem Riad oder Hotel in Chefchaouen, Frühstück am zweiten Tag und ein geführter Rundgang in Chefchaouen.
Nicht enthalten: Mittag- und Abendessen, Getränke, Eintritte, Gebühren für optionale Guides in Volubilis oder Meknès sowie Trinkgelder.
Die Fahrer-Guides sprechen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch; einige auch etwas Deutsch – fragen Sie bei der Buchung danach. Ein spanisch- oder italienischsprachiger Guide hängt von der Verfügbarkeit ab und wird vor der Buchung bestätigt.
- Reisezeit: Frühling und Herbst sind ideal. Im Rif kann es im Winter regnen und kühl werden, im Sommer ist es in Fès heiß.
- Kleidung: bequeme Schuhe für die steilen, gepflasterten Gassen, abends eine Jacke.
- Geld: Der Dirham (MAD) ist eine geschlossene Währung. In Tanger gibt es Wechselstuben und Automaten, in Chefchaouen ebenfalls einige Automaten.
- Etikette: Fragen Sie vor Porträtfotos um Erlaubnis; viele Bewohner der blauen Stadt möchten nicht fotografiert werden.